Das Filmfestival Jüdische Welten in Düsseldorf 2007

Im Jahr 2005 startete die amerikanische Organisation Joint in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf das Filmfestival Jüdische Welten. Wohl niemand hatte damit gerechnet, dass dieses Festival ein solch großer Erfolg werden würde. Der Publikumszuspruch jedenfalls war riesengroß.

Ziel war es dem jüdischen und auch den nicht-jüdischen Zuschauern das Judentum näher zu bringen. Dies war erfolgreich und so ging es im Dezember 2007 in die dritte Runde des Festivals.

Erika Rubinstein leitete das Festival. Sie wanderte in den 90er Jahren von Estland in die Bundesrepublik ein und arbeitet hier aus Journalistin und Filmwissenschaftlerin.

Erika Rubinstein möchte darauf aufmerksam machen, dass es noch andere jüdische Themen gibt, also nur den Nahostkonflikt oder Holocaust. Denn immer noch sind politische Diskussionen und auch das kulturellen Arbeiten in Deutschland geprägt von diesen Themen.

Es wurden auf dem Filmfestival 8 Filme gezeigt, keiner hatte aber eines dieser Themen als Mittelpunkt einer Handlung. Das Festival Jüdische Welten möchte dem breit gefächerten Publikum die Vielfalt der:

 Jewish Film Festival

  • jüdischen Kultur
  • jüdischen Tradition
  • jüdischen Mentalität
  • jüdischen Familienvielfalt

zugänglich machen.

Sieben der acht Filme waren noch nie in einem deutschen Verleih. Wer nach weiteren Informationen oder Filmen über jüdischen Menschen sucht, der findet viel im Internet. Beim Kauf sollte immer vorab schon nach dem passenden Gutschein gesucht werden. Denn damit kann man sich gute Rabatte sichern und ein wenig sparen.

Die Filme des Festivals

Das jüdische Glück war der Eröffnungsfilm des Festivals. Ein sowjetischer Stummfilm von 1925, nach einer Erzählung von Sholem Alejchem. Er handelt von einem jüdischen Geschäftemacher, bei dem der Erfolg aber leider ausbleibt. Der Film wird von Live-Musik aus Deutschland begleitet. Denn der wohl bekannteste deutsche Kinopianist Aljoscha Zimmermann war da und sorgte für die Live-Musik. Nach dem Film hat es im Foyer einen Empfang mit orientalischen Leckerbissen.

Weitere Filme, die gezeigt wurden, waren unter anderem:

  • Max Minsky und ich
  • The Longing: The Forgotten Jews of Sout America
  • Sweet Mud
  • In Satmar Custody
  • King of Beggars von Uri Paster

Der Platz hier reicht leider nur für eine kleine Kurzvorstellung, daher lohnt es sich auf jeden Fall, sich jeden dieser Filme anzusehen. Auch für Kinos oder DVDs kann ein Gutschein eingelöst und genutzt werden.

Kurze Inhaltsbeschreibungen der Filme

Der deutsche Film Max Minsky und ich ist eine Geschichte, die auch Kindern gefallen wird. Diese werden traditionell die Sonntag-Frühvorführung besuchen. Bei dieser Coming-of-Age Geschichte ist AnnaJustice aus Berlin als Regisseurin anwesend.

Von den Nachkommen spanischer Juden, die nach Südamerika vor der Inquisition flüchten mussten, erzählt der Film The Longing: The Forgotten Jews od South America. Sie mussten das Christentum annehmen und waren sogenannte Krypto-Juden.

Sweet Mud ist ein Film aus Israel. Er sorgte schon in Israel selbst für viel Diskussionsstoff. Denn in ihm wird das Leben einer labilen Frau in einem 70er Jahre Kibutz gezeigt. Sie will sich dem Kollektiv nicht anpassen und die Tragödie nimmt ihren Lauf. Der Regisseur Dror Shaul hat hier sein Debüt und präsentiert eine persönliche Geschichte. Er war für diesen Film sogar für einen Oskar nominiert. Der Produzent Johannes Rexin aus Köln war anwesend.

In Satmar Custody ist ebenfalls einem Film aus Israel, eine Dokumentation. Es wird die Geschichte einer jemenitisch-jüdischen Familie in Form eines Thrillers erzählt. Sie kommt in die Gemeinde der Satmar-Juden nach New York. In dem Dokumentarfilm geht es darum, dass der Familie alle Kinder weggenommen wurden und zwar durch die Satmars.

Nach der Filmvorführung beantwortete der Regisseur Nitzan Gilady aus Tel Aviv die Fragen des Publikums.

Eine israelische-litauische Koproduktion ist der King of Beggars von Uri Paster. Er handelt vom späten 16.Jahrhundert an der polnisch-russischen Grenze. Ein behinderter jüdischer Badaufseher namens Fishke rebelliert gegen die Judenverfolgung. Er bildet quasi eine jüdische Partisanen-Brigade. Diese wird immer stärker und tritt auf russischer Seite den Kampf gegen Polen an. Der Produzent ist auch der Hauptdarsteller Sharar Sorek. Er kam extra aus Hollywood, um anwesend zu sein.

Wer nun Lust auf einen dieser Filme bekommen hat, der kann im Internet danach suchen und ihn bestellen. Dafür sollte er beim Bestellvorgang einfach einen Gutscheincode einlösen und so sparen.

Die jüdische Gemeinde in Köln und ihre Events

Juden beschäftigen sich natürlich nicht nur mit Religion oder ihrer Vergangenheit. Gerade auch im Köln kann die jüdische Gemeine Mitbürger davon überzeugen. Hier werden immer wieder tolle und meist auch sehr amüsante Events angeboten. In den meisten Fällen ist der Eintritt frei oder kostet nur sehr wenig.

In der Gemeinde kann man einige schöne Stunden erleben. Einige Events seien hier kurz näher vorgestellt, auch wenn sie teilweise schon etwas zurückliegen.

RabbiJacob

Das wären zu Beispiel:

  • Die Abenteuer des Rabbi Jacob
  • Der Tango der Rashevskis

Diese kurzweiligen Stücke werden oder wurden unter anderem beim Kinoabend am Hallmackenreuther am Brüsseler Platz 9 in Köln aufgeführt.

Online finden sich immer wieder tolle Gutscheine auch für Kinobesuche, DVDs oder eben für Tickets. Wer die Gutscheincode eingibt, bekommt eine kleine Vergünstigung.

Die Abenteuer des Rabbi Jacob

In dieser turbulenten Kommödie geht es im einen Industriellen, der rassistisch ist. Zufällt wird er, zusammen mit einem arabischen Revolutionär von Killern verfolgt. Sie wollen das Killerkomando ablenken und aus diesem Grund bedienen sie sich an den Kleidern zweier Rabbis, die mit der Familie Paris besuchen wollen.

Das macht ihre Lage nun aber nicht leichter. Denn plötzlich sollen sie ein jüdisches Zeremoniell abhalten, sie wissen aber natürlich nicht, wie der Ablauf ist. Nun werden sie:

  • von Killern verfolgt
  • von der Polizei verfolgt
  • von der jüdischen Gemeinde erwartet

Dieses lustige und kurzweilige Stück beweise wieder einmal, das Louis de Funés ein wahrer Meister der Schauspielkunst ist.

Dieses Stück ist schon ein Klassiker, wird aber immer wieder gern gezeigt. Natürlich gibt es diese Komödie auch auf DVD, die man mit einem Gutschein günstig kaufen kann.

Der Tango des Rashevskis

Bei den Rashevskis handelt es sich um so etwas, wie eine sehr liberale Familie. Allerdings die die Kinder und Enkelkinder vom Tod von Großmutter Rosa vollkommen überrascht und nicht vorbereitet.

Denn Oma Rosa hasste schon ihr ganzes Leben lang die Religion und ganz besonders Rabbis. Trotzdem hat sie sich ein Grab auf dem jüdischen Friedhof reservieren lassen.

Die Frage, die sich den Hinterbliebenen stellt, ist unter anderem die, nach welchem traditionellen jüdischen Ritual Rosa beerdigt werden soll.

Es beginnt so eine recht intensive Zeit der religiösen Selbstfindung. Sie reicht von der Proklamation Ninas eine jüdische Familie gründen zu wollen bis hin zu Rics doch sehr aufregender Beziehung zu einer Muslimin. Noch mehr Komplikationen gibt es dann, als Antoine, ein Freund, der kein Jude ist, auf der Beerdigung von Großmutter Rosa auf Nina trifft. Er verliebt sich in sie, erfährt aber, dass sie nur einen jüdischen Mann ehelichen kann. Nun heißt es für Antoine, eine gute Lösung für dieses Problem zu finden.

Nicht ohne Grund war dieser humorvoll und sehr witzige Film in Frankreich ein großer Überraschungserfolg. Er erzählt auf sehr amüsante Art die Geschichte der Rashevskis und ihre Suche nach der Identität und Bedeutung ihres jüdischen Erbes.

Ein Kinobesuch lohnt sich also. Sollte der Eintritt nicht frei sein, sollte der Kinogänger vorab nach einem Gutscheincode suchen und diese bei der Tickettbestellung einlösen.

Das Leben von Shimon Wiseman in Israel

Hierbei handelt es sich um ein Interview, welches mit Shimon Wisemann im Jahr 2011 geführt wurde und hier sinngemäß wiedergeben wird. Shimon ist ein, damals 22 jähriger Jude, der iranischer Abstammung ist, aber in New York aufwuchs. Seine Eltern verließen 1988 den Iran und gingen nach Italien, wo Shimon geboren wurde. Nach einem Jahr emigrierte die Familie nach Amerika.

Im Alter von 20 Jahren ging er dann zurück nach Israel, genauer gesagt nach Yeshiva, um Torah zu lernen.

Er verneinte die Frage, ob er jemals in Amerika mit dem Antisemitismus in Berührung kam. Es gab zwar immer mal wieder Judenwitze, aber niemals wirklich schlimm.

Er lernt in einer Yeshiva, erst in der Mayanot-Yeshiva und dann in der Ohr Sameyach. Hier, so sagt er, ist er von großen Torah-Lehrern umgeben, welches für ihn ein einzigartiges Erlebnis darstellt.

Er, der immer auf ein College ging, findet es unglaublich, in einer Yeshiva zu lernen. Die Unterschiede in den Lernsystemen sind:

Shimon Wiseman

  • in der Torah lernt man seinen Carakter zu entwickeln
  • im College waren es eher leere Fakten und Auswendigkernen
  • HaShem erschuf die Welt und sein Wissen sollte genutzt werden

Shimon Wiseman lernte, dass das Wissen des HaShem genutzt werden muss, um die Welt zu reparieren.

Sein YouTube-Kanal mit Namen Simontheman

Er gründete den YouTube-Kanal, um die Schönheit des Judentums weltweit zu verbreiten.

Er empfindet es als großen Segen ein Jude zu sein, denn diese Menschengruppe ist etwas Besonderes.

So lebt und denkt er

Wenn es Freitagabend ist, dann findet man Simon bei Ohr Sameach. Bei Kottel ist er am Samstagmittag und bleibt bis Maariv dort. Dort macht er dann Havdalah mit vielen anderen. Für ihn ist Shabbat etwas ganz Besonderes vor allem dann, wenn er mit vielen Menschen auf der Welt zusammen verbracht wird.

Sein Lieblingsrabbiner, der in auch am meisten inspiriert hat, wäre ein Mix aus Rabbi Shalom Arush und Rabbi Lazer Brody. Beide sieht er als wunderbare Menschen, die auf einzigartige Weise, die Liebe von Mizwoth und Torah verbreiten. Er traf beide in Uman, am Grab von Rabbi Nachman.

In Israel fühlt er sich bereit, zu seinen persisch-jüdischen Traditionen zurückzufinden. Er fühlt sich heimisch und hofft nur das Beste für seine persischen Landsleute überall auf der Welt. Die Bewohner Jerusalems lieben die Perser, weil sie:

  • sehr bescheiden sind
  • eine starke Bindung zu HaShem haben
  • es viele persisch-jüdische Traditionen gibt
  • verbunden sind mit allen jüdischen Mitmenschen

Simon Wiseman verbringt seine freie Zeit sehr gern auf dem Dach vom Aish-HaTorah-Gebäude. Hier blickt er über:

  • einen großen Teil Jerusalems
  • Kottel
  • Tempelberg
  • WisemHar HaZeitim

Er findet hier seine Ruhe und kann neue Kraft tanken.

Das Judentum und Israel sind wichtige Weltgeschichte. Es lohnt sich, für Interessierte, dieses Land zu buchen, und jüdische Kulturen näher kennenzulernen. Für das Buchen einer Reise können auch online Gutscheine genutzt werden. Wer den Gutscheincode eingibt, bekommt einen attraktiven Preisnachlass. Natürlich lassen sich auch Bücher über das Land mit einem Gutschein günstiger kaufen.

Holocaustüberlebende aus der ehemaligen Sowjetunion bekommen Rente

Deutschland hat der moralischen und finanziellen Wiedergutmachung des NS-Unrechts einen sehr hohen Stellwert eingeräumt.

Das sagte schon im September 1951 der damalige Bundeskanzler Adenauer vor dem Deutschen Bundestag. Er bekräftigte, dass diese Wiedergutmachung zur historischen Verantwortung des Landes zähle.

 Bundesrat

Nun möchte der Bundesrat auch den jüdischen Überlebenden des Holocaust aus der ehemaligen Sowjetunion eine bessere Rentensituation in Deutschland bieten.

Als viele Juden aus der Sowjetunion begannen nach:

  • Israel
  • USA
  • Deutschland
  • Polen

und andere Staaten auswanderten wurde im Jahr 1980 ein Härtefond eingerichtet. Denn auch diese Menschen sollten entschädigt werden. Allerdings war das Problem, dass die NS-Opfer in den Staaten des Warschauer Paktes, die kommunistisch regiert wurden, von der Geltung des BEG ausgenommen waren. Sie bekamen also keine Entschädigung.

Dagegen hätten die Menschen dieser Länder einen Antrag stellen können. Allerdings war die Frist dafür bereits 1969 abgelaufen. Hier musste aber trotzdem geholfen werden.

Die Bundesregierung erließ also eine bestimmte Richtlinie über Härtefonds.

Diese besagte, dass alle NS-Opfer, welche aus Gründen, die sie nicht zu vertreten haben, bisher von den gesetzlichen Leistungen zur Entschädigung ausgeschlossen waren, nun doch etwas bekommen sollten.

Unter gewissen Voraussetzungen waren Einmalleistungen von heute 2556 Euro (damals 5000 D-Mark) möglich.

Wie genau diese Vereinbarung aussah und welche Voraussetzungen nötig waren und sind, kann man in entsprechenden Büchern nachlesen. Diese und vieles anderes über den Holocaust und die Überlebenden findet der Interessent online. Hier kann er auch einkaufen und mit Gutscheinen sparen. Findet er beispielsweise zu diesem Thema ein Buch, so kann er beim Bestellen einen Gutscheincode eingeben und sich einen Rabatt sichern.

Vereinbarungen mit der Jewish Claim Conference

Diese Richtlinien für eine Vereinbarung zur Entschädigung wurden zur Durchsetzung an die JCC übergeben.

Als dann Deutschland eins wurde das Programm dann erweitert. Artikel 2 entstand. Dieser   Artikel gehörte zur Zusatzvereinbarung zum Einigungsvertrag vom 18.September 1990. Er sah vor, dass Deutschland einen Vertrag mit der JCC schließt, wie die weitere Entschädigung von bisher nicht entschädigten jüdischen Opfern des Holocaust aussehen soll. Damit sollte auch die Ablehnung von Entschädigungen seitens der DDR nun überwunden werden.

Inzwischen werden immer wieder Verhandlungen zwischen der JCC und dem Bundesfinanzministerium geführt und die Hilfen den Bedürfnissen der Opfer angepasst.

Neu ausgehandelte Artikel-2-Vereinbarung

2012 wurde die Vereinbarung von Artikel 2 noch einmal neu ausgehandelt. Damit wurde die Verständlichkeit erhöht und der Kreis der Berechtigten noch erweitert. Kurz gefasst heißt das.

  • Ausweitung der Entschädigungen auf Gebiete der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropas
  • Zusammenfassung der Richtlinien aus 1980, 1992 und dem eigenen JCC Fond
  • alle bisher nicht Entschädigten können 2556 Euro bekommen

Wer als Jude drei Monate in einem Ghetto oder Konzentrationslager leben musste oder aber sich mindestens 6 Monate versteckt hielt oder unter falschem Namen leben musste, der bekommt eine monatliche Rente von lebenslang 300 Euro, ab dem 1. Juli 2013 sind es 310 Euro.

Zudem stellt der JCC jedes Jahr einen bestimmten Betrag zur Verfügung, der für die medizinische Versorgung und die Altenpflege der Holocaust-Überlebenden gedacht ist. Das sind:

  • 2013 – 136,7 Millionen Euro
  • 2014 – 142 Millionen Euro
  • 2015 – 205 Millionen Euro
  • 2016 – 210 Millionen Europa
  • 2017- 215 Millionen Euro

Jährlich werden etwa 380 Millionen Euro für außergesetzliche Regelungen, vor allem zugunsten der Entschädigungen jüdischer Verfolgter aufgebracht.